Donnerstag, 13. März 2008
Dieses magere Blog wurde seit nunmehr gut anderthalb Jahren nicht mehr gefüttert. Ich stelle hiermit den Tod fest. Weiteres Vorgehen: Mumifizierung und anschließender Abtransport in mein Webseiten-Archiv.
An dieser Stelle steht daher ein großes Danke an meinen ehemaligen Mitbewohner – Es war eine richtig coole Zeit in der etwas anderen Informatiker-WG. Man könnte auch sagen, es war "WG und mehr".  Aber das nur am Rande.
Danke auch an alle, die hin und wieder hier vorbeigeschaut haben, gerade weil hier nicht viel los war.
Wie man so schön sagt im östlichen Ruhrgebiet:
Bis die Tage!
Clemens
Freitag, 16. Juni 2006
Freitag. Der plagende WG-Einkauf.
Die beiden bekennenden Lebensmittel-Einkauf-Hasser Christian R. und Clemens R. begeben sich zum Unterhaltungszentrum Wal*Mart. Einkauf wie üblich, nichts besonderes. Bis wir dann zur Kasse kamen:
Kassiererin: Dann bitte die Geheimzahl eingeben und zwei mal Bestätigen.
Clemens: tippt die Geheimzahl und bestätigt einmal, guckt ungläubig auf den angezeigten Betrag Da ist eine Eins zu viel. Das bestätige ich nicht. gibt das Gerät zurück an die Kassiererin
Kassiererin: Nee, das ist schon OK. Da kann ja nichts passieren. drückt den Bestätigen-Knopf
Clemens: Nein! Jetzt haben Sie das ja bestätigt – da war eine Eins zu viel! Jetzt gehen 1145,85 EUR von meinem Konto runter statt 145,85 EUR. Argh!
Ich hatte ihr das Gerät mit dem falschen Betrag in der Anzeige zurückgegeben. Sie hat für mich bestätigt. Merke für nächstes mal: selber auf "Abbruch" oder "Korrektur" drücken.
Was mich zu der Frage führt, warum so ein Problem überhaupt auftreten kann? Warum muss der Betrag bei einem komplett elektronischen Kassensystem mitsamt Lagerhaltung etc. nochmal von Hand in ein externes Gerät eingegeben werden? Und warum wird der Betrag nicht vor Eingabe der Geheimzahl angezeigt?
Die Kassiererin von der Kasse nebenan unterbrach dann ihre Arbeit für einen Augenblick und belehrte die Kollegin, immer zwei mal den Betrag zu prüfen, als sie sich das Szenario angesehen hatte. Jetzt dämmerte es der Kassiererin auch endlich: "Jetzt habe ich verstanden, was Sie meinten.".
Wieder etwas später kam die nächsthöhere Kassiererin an und murrte die Irrende an, telefonierte und holte noch jemand anderen. Auch sie ermahnte Kassiererin 1, immer zwei mal den Betrag zu kontrollieren. Ich bestand darauf, mir schriftlich zu bestätigen, dass mir 1000 Euro wieder zurücküberwiesen werden. Die chefigere Kollegin fragt, ob ich mit einer Überweisung zufrieden wäre. ich sage, lieber wären mir 1000 Euro in bar, denn die könnte ich heute noch am Automaten einzahlen.
Also holt sie ihre Chefin dazu. Natürlich noch eine Ermahnung wegen "zwei mal prüfen". Nach einiger weiterer Wartezeit und einer Nachfrage erklärt mir die Kassenleiterin dann, dass eine Auszahlung nicht möglich ist, weil die Lastschriften über eine andere Firma laufen. Also gut, dann eben per Überweisung. Ich lasse mir alles aufschreiben, mit Stempel und Unterschrift bestätigen und ziehe mit horrenden zwei Waschgutscheinen und einer 10-Euro-Guthabenkarte, mit der man nur im Wal*Mart einkaufen kann, wieder ab.
Christian stand ungläubig daneben. Mal sehen, was da noch kommt. Ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass die Zahlung gedeckt wird. Vielleicht schafft's die Überweisung ja eher.
Mittwoch, 15. Februar 2006
Donnerstag Abends.
Da sass ich also auf unserer Couch, und hab einen Film geschaut. Mein Herz hatte eigentlich einen ganz normalen Sinus-Rythmus, zumindest bis der Glastisch mit einem lauten Klirren zerplatze. Nein, wirklich laut. Und das ohne Vorwarnung (der Sprung im Glas zaehlt nicht, der war nicht offensichtlich genug).
Witzig war, das ich nur Socken anhatte und ueberall Glassplitter lagen. Zum Glueck war der Mitbewohner (an dieser Stelle nicht genannt) schnell herbeigeeilt -vermutlich vom lauten Geraeusch- und hat das Glueck, aehh, Scherben eingesammelt.
Den Tisch haben wir eh nur zum hin-und-her schieben gebraucht. 80% von der Zeit, die wir im Wohnzimmer vebringen, spielen wir Pen&Paper-Games. Und da wird nunmal ein grosser Tisch (Kuechentisch) gebraucht. Der kommt wohl auch. Also, ein zweiter. Dispo sitzt schon im Auto.
Nachdem ich also mich aus dem Aufraeumen des Chaos im Wohnzimmer hab raushalten koennen, unter dem Vorwand "schnell einen Blogeintrag zu schreiben", schliesse ich nun auch wieder. Ordnung und Sauberkeit sind wiederhergestellt und somit gibt es keinen Grund noch mehr zu erzaehlen.
Wenn der wuesste. Psst. Unser Geheimnis.
-Christian.
Freitag, 25. November 2005
Es war ja nur eine Idee.
Das alte Sirupregal in der Kueche zu erneuern. Wir lieben Kaffe, das geben wir ja zu. Es ist auch moeglich, das wir einen kleinen Tick haben. Naja, die Sirupflaschen fuer den Kaffee (13 Stueck, von Vanille ueber Macadamia, von Tiramisu bis White Chocolate) versuessen die Sache halt nur. Diese hingen in einem Schuh-Plastik-Regal (Ikea, wir erinnern uns), etwa so. Das Problem war, das das Gummi, was die Flaschen in dem Regal hielt mit der Zeit ausleierte. Flaschen rutschten raus, und keiner hatte mehr Mut wirklich den Sirup zu benutzen.
Also kam uns die Idee das Regal zu ersetzen. Also auf nach Hellweg, Dispo freudig bellend im Kofferaum. Die Idee: Zwei Bretter die als Regale dienen sollten. 6-8 Euro. Naja, wir brauchten noch Winkel, Schrauben und Duebel. Da das alte Regal jedoch auch Spuren an der Wand gelassen hat, von schwarzen Raendern bis Bohrloecher mussten wir das auch erst zukitten und uebermalen. Wir hatten kein Malzeug mehr. Summa sumarum schnelle 25 Euro weg - statt 6. Dispo strahlt.
Zuhause angekommen und einige Tage spaeter (erstmal Farbe trocknen lassen) der Schock: Man konnte ohne Angst Sirup ziehen! Unglaublich! So sieht's aus.
Dann haben wir noch die Flaschen mal gesaeubert und haben die leeren Flaschen nachbestellt, was wir nicht gemacht haetten, haetten wir die Bretter nicht gekauft. Das und noch 2 neue Geschmacksrichtungen und 2 neue Pumpen. 80 Euro. Und so wurde aus geschaetzten 6 Euro mal ebend 105 Euro. Und einige der Flaschen laufen bald ab. Dispo wird vor Aufregung kaum schlafen koennen.
Aber mal ehrlich, ist es das nicht wert ?
-Christian.
Freitag, 30. September 2005
Morgen ist es also soweit.
Die erste Internationale Dortmunder Necrowombicon 2005. Das musste ja passieren, wenn zwei Informatiker eine WG aufmachen - Netzwerk in jedem Raum wurde vor Licht in jeden Raum sowohl prioritisiert als auch realisiert. Wozu auch Licht, das blendet so auf den Monitoren.
Zurueck zur Necrowombicon. 50 Flaschen Cola, Fanta, Sprite, 7up, Pepsi und sonstiges wurde schon gekauft, und steht gekuehlt zum Verzehr bereit. Auch koestlich: Unser fast 5kg schwerer Kabbersack mit Nachos, Chips, Dips, Flips (endet eigentlich alles auf IPS?) - Apropos IPs: Das Netzwerk steht natuerlich schon, und ueberzeugt von der Einfachheit der Dinge: Reinstoepseln, geht. Sogar Internet. Stuehle und Tische sind schon aufgebaut, und die Wohnung ist mit Zetteln plakatiert, "Bitte in 2er-Reihen anstellen" steht an der Klotuer. Ein "Wir werden sooo laut sein"-Aushang haengt pflichtgemaess unten im Eingangsbereich, direkt neben dem "Wir werden sooo laut sein"-Aushang eines anderen Mieters, der zeitgleich eine Party macht.
Es steht alles bereit fuer den 32 Stunden Marathon, es fehlen noch die Gaeste, und die kommen erst Samstag. Und im Gegensatz zu einer "normalen" Steh-Party kommt es hier auf Zahlen an: Mindestens 6 Leute, und stets nur zu geraden Zahlen. Sonst hat man nachher ein grosses und ein kleines Team, oder zwei gleich grosse, aber zahlenmaessig zu klein. Die letzten 2 Stunden hab ich damit verbracht, Leute die sich nicht sicher waren zu ueberzeugen doch zu kommen. Wie ein Kartenhaus: Einmal aufgebaut, schon bricht es leicht zusammen. Aber das ist bei jeder Party so, bei den kleinen schlimmer als bei den grossen.
Man darf gespannt sein auf heisse Runden Quake, UT, Battlefield und ueberhaupt alles was erfreut.
Natuerlich werden wir berichten.
Die KawazyWG ist bereit,
Sind unsere Gaeste es auch?
-Christian.
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